Politisch aktuelle Themen

Am 26. September 2021


entscheiden die Bürgerinnen und Bürger in


Lahntal, Münchhausen und Wetter


darüber, ob die drei Kommunen künftig nur noch eine einzige Stadt sein wollen.



Hier zeige ich meine ganz persönlichen Für und Wider zum Thema Fusion auf.

PRO


Für eine Fusion spricht:


  • Möglichkeit, als Mittelzentrum anerkannt zu werden:
    • Versorgung der Bevölkerung über die eigenen Grenzen hinaus mit Fachärzten, Krankenhaus, Apotheken, Einkaufsmöglichkeiten, Märkten, Theater, Kino, Sportstätten, Mobilfunk ohne Löcher, leistungsfähiges Internet und ähnlichem

  

  • Verwaltungsaufgaben zusammenführen:
    • nur noch einen Bürgermeister
    • nur noch ein Parlament mit nur noch 37 Gemeindevertretern/Stadtverordneten statt jetzt jeweils 31
    • nur noch ein Hauptamt
    • nur noch ein Standesamt
    • nur noch ein Einwohnermeldeamt
    • eine gemeinsame EDV-Abteilung
    • ein Datenschutzbeauftragter
    • ein Personalrat
    • ein Schwerbehindertenvertreter
    • Beschäftigte sind spezialisierte Fachkräfte


  • finanzielle Anreize
    • durch das Land zum Beispiel durch Ablösung eines Teils aller Schulden
    • durch einen insgesamt höheren Einkommensteueranteil
    • durch die größere finanzielle Verfügungsmasse für ausgewählte Investitionen


  • als voraussichtlich 5. Mittelzentrum im Landkreis (neben Biedenkopf, Gladenbach, Kirchhain und Stadtallendorf)  bessere Verhandlungsmöglichkeiten gegenüber dem Landkreis Marburg-Biedenkopf (zum Beispiel in Bezug auf Schulstandorte) und der Stadt Marburg


  • es könnte sein, dass irgendwann in der Zukunft eine Fusion per Landesgesetz beschlossen wird, bei der die Bürger dann nur noch angehört werden, aber nicht mehr entscheiden können

Aus 3 mach 1 Kommune,

aus 7 plus 5 plus 10 mach 22 Dörfer.


Kontra


Gegen eine Fusion spricht:


  • fehlende Identifikation mit der neuen Kommune

(Sind Sie Sterzhäuser oder Lahntaler? Sind Sie Simtshäuser oder Münchhäuser? Sind sie Amönauer oder Wetteraner? - Wenn Sie jetzt jeweils das erstgenannte sind, dann wird sich daran nichts ändern.)


  • Weiterer Weg zur entsprechenden Verwaltungsstelle

(Wie oft besuchen Sie so Ihre Sachbearbeiter in der Verwaltung?)


  • der Name der neuen Kommune ist noch nicht bekannt. Was, wenn die Stadt Wetter die Gemeinden Lahntal und Münchhausen "schluckt"?


  • das neu zu wählende Parlament könnte Regelungen aus Wetter für die neue Kommune übernehmen, andere Regelungen aus Lahntal und auch welche aus Münchhausen. Welche das sein werden, kann nicht vorhergesagt werden.


  • manche Straßennamen müssen geändert werden und die Anschriften auf Briefpapier müssen neu gedruckt werden


  • die Personalausweise müssen geändert werden


  • das neue Parlament wird die Steuersätze neu festlegen, denn sie werden in der neuen Kommune einheitlich sein.


  • es wird vermutlich nicht mehr jedes der 22 Dörfer im Parlament vorhanden sein (nur noch 37 Parlamentarier) und bisher nur in einer der drei Kommunen antretende Wählergruppen könnten es schwerer haben, gewählt zu werden



Die Bürgerinnen und Bürger allein entscheiden am 26. September 2021, ob es zu einer Fusion kommt, oder nicht!

Telefon (Anrufbeantworter)06420 8384561

Bei Fragen und Anregungen zu den Fusionsplänen und/oder dem Bürgerentscheid, melden Sie sich bitte bei mir.

Themen, die mich bewegen

Barrierefreiheit auf allen Ebenen

Verringern der Benachteiligung von Menschen

Jeder Mensch ist anders, aber alle Menschen sind gleich! Gleichberechtigung spiegelt sich nicht nur in der Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern wider. Auch die Gleichberechtigung derer, die aufgrund von Gebrechen oder Alter eingeschränkt sind, ist mir wichtig. Das gilt für ein fehlendes Geländer am Treppenaufgang genau so wie für ungünstig ausgebaute Bus- und Bahnverbindungen.

Digitalisierung

"Gibt es hier ein Handynetz?"

Wer in der Stadt lebt, hat möglicherweise Bedenken wegen des G 5-Netzes. Aber wer auf dem Land lebt, hat nicht einmal überhaupt einen Handyempfang. Es gibt nach meiner Auffassung noch immer viel zu viele weiße Flecken auf der Handyempfangslandkarte. Die Flecken in Lahntal sind da im Telekomnetz besonders groß.

 

Auch die Breitband- beziehungsweise DSL-Netze sind nicht gerade das, was man als "geschäftstauglich" bezeichnen würde. 


Wie kann die Digitalisierung der Schulen und Arbeitsplätze gelingen, wenn es an den grundlegenden Voraussetzungen fehlt? Homeoffice ohne Internet ist undenkbar! Und Außendienst braucht heute unbedingt ein mobiles Telefonnetz!


Gerade im Coronajahr 2020 wurde deutlich, dass dringend stabil funktionierende, schnelle und leistungsstarke Netzverbindungen nötig sind. Es ist auf keinen Fall hinzunehmen, dass die Menschen im ländlichen Raum nur aufgrund schlechter technischer Infrastruktur auf dem Land einer ganz extremen Benachteiligung unterliegen. Dies gilt beispielsweise für Schüler, für Arbeitnehmer, die im Homeoffice arbeiten möchten sowie für Unternehmer, die einen Onlineshop als zweites Standbein eingerichtet haben.


Die Realität sieht nun einmal so aus, dass immer mehr Internet und Handyempfang zu absolut unverzichtbaren Komponenten geworden sind. Schon heute ist klar ersichtlich, dass dies in Zukunft noch wesentlich mehr der Fall sein wird. Ob es die Abschaltung des 3G-Netzes ist, das Festnetztelefonieren über Internet oder die Telemedizin der Zukunft.


Es kann doch wirklich nicht sein, dass die wirtschaftliche Kraft der Gemeinde Lahntal - ach, was schreibe ich - der gesamten Region des Landkreises Marburg-Biedenkopf davon abhängt, ob bei einem oder mehreren Telekommunikationsunternehmen eine Wirtschaftlichkeit beim Netzausbau zu erzielen ist! Hier sind die Kommunen gefragt, für die Infrastruktur vor Ort alles Erforderliche zu erwirken!


Wir müssen für die Zukunft gerüstet sein und das bereits heute! Denn schon jetzt ist der ländliche Raum technisch abgehängt. Wenn wir nicht bald für die neueste Technik flächendeckend sorgen, werden wir in absehbarer Zeit die Entwicklung nicht mehr einholen können. Dies gilt auf dem Land noch wesentlich mehr als in den Ballungsräumen!

Bitte keine so genannte gendergerechte Sprache

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir keine künstlich verunstaltenden Sprachregelungen brauchen. Unsere schöne Sprache regelt ihren Inhalt auch ohne Sternchen.


Das gilt im Schriftlichen wie vor allem im gesprochenen Wort. Wem nutzen Kunstpausen beim Sprechen? Wenn jemand ausgegrenzt werden soll, dann kann das gut durch ein deutlich betontes Nichts funktionieren! So etwas möchte ich nicht!

Bitte keine Aküfi

Der Aküfi, also Abkürzungsfimmel, war früher geläufig. Mittlerweile hört oder liest man das Wort nur noch selten. Leider liest man dafür aber umso mehr Abkürzungen. Zum Teil hört man sie sogar.


Mir geht es dabei nicht um Abkürzungen, deren Bedeutung jeder kennt, wie usw., oder Ähnliches. Es geht mir vor allem um Abkürzungen, die wenig gebräuchlich sind und von denen man annehmen muss, dass die Leser sie nicht vollständig verstehen können. Muss so was wirklich sein? Ich meine NEIN!

Bei Anregungen und Fragen E-Mail aninfo@dorishilberger.de